ÜBER MICH

Geschöpf

Wer bin ich? Nun, ich stelle fest, dass ich geboren wurde und irgendwann begonnen habe zu leben. Jedoch nicht aus mir selbst heraus. Ich habe mich nicht selbst gemacht. Also bin ich gemacht worden. Ich bin geschaffen, also ein Geschöpf. Als Geschöpf habe ich auch verstanden, dass ich nicht allmächtig bin. Ich kann nicht kontrollieren was in meinem Leben passiert. Ich kann nicht verhindern, dass ich vielleicht krank werde. Ich weiß nicht, wann ich sterben werde. Aber ich weiß, dass ich sterben werde. Also frage ich mich, was ich überhaupt kontrolliere. Nun, eines habe ich gefunden, was ich kontrollieren kann: meinen Willen.
Meinen Schöpfer bin ich zu großem Dank verpflichtet dafür, dass ich bin.

Sohn

Ein Sohn bin ich. Ein Sohn einer Mutter und eines Vaters: meinen Eltern. Als Sohn meiner Eltern habe ich körperliche Merkmale als auch Charaktereigenschaften geerbt. Das heißt meine Haar- und Augenfarbe habe ich weil ich eben gerade diese Eltern habe. Und ich erkenne in gewissen Charaktereigenschaften meine Eltern wieder, ganz wie das Sprichwort "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" zum Ausdruck bringt. Meinen Eltern bin ich zu großem Dank verpflichtet.

Bruder

Ich bin kein Einzelkind. Daher bin ich Bruder. Brüder sind da um zu spielen, zu streiten und zu lachen. Ich bin dankbar, Bruder zu sein. Und als Bruder habe ich auch die Freude Onkel zu sein.

Ministrant

Ministrant war ich im Kindesalter. Da war ich noch ein Milchbubi. Als Ministrant lernte ich Verantwortung zu übernehmen, pünktlich zu sein, geduldig zu sein, zu dienen und Ehrfurcht. Auch habe ich einen ausgeprägten Sinn für kultige Zeremonien entwickelt. Dann kam eine Zeit, in der ich Jahre lang keine Kirche mehr betreten habe.
Als ich dann Jahre später wieder zur Kirche zurückkehrte, fühlte ich mich als ob ich nach Hause komme. Seitdem war ich als Erwachsener sogar mal wieder Ministrant in zwei Notfällen, jedoch mit sehr großer Unsicherheit weil ich nicht mehr so genau wusste wie man ministriert.

Internatsschüler

Ja, als Schüler war ich auch in einem Internat. Die Internatsjahre waren eine Schule für das Leben. Viel Eigenständigkeit habe ich in der Zeit gelernt, in der ich als 12-jähriger schon alleine durch Deutschland mit der Bahn reiste. Die Zeit lehrte mich was Heimweh ist, was Freundschaft bedeutet, wie es sich in einem Schloß wohnt und was Disziplin und Abenteuer ist. Auch wenn ich zu dem Zeitpunkt als Kind nicht nur Freude verspürte, so bin ich im Nachhinein trotzdem dankbar für die Zeit.

Ausländer

Jeder ist ein Ausländer - fast überall. So war auch ich ein Ausländer, denn ich lebte als Deutscher in meiner Jugend in den USA. Erschreckenderweise wurde ich am Anfang dieser Zeit auch mit Vorurteilen konfrontiert. So hatte mich ein amerikanischer Jugendlicher damals als Nazi beschimpft, da dies das einzige war, was dieser junge Mann mit Deutschland verbunden hatte.
Durch diese Erfahrung weiß ich was es bedeutet sich als Ausländer zu integrieren und in einer fremden Kultur zu leben und sich dieser anzupassen. Ich bin ein absoluter Gegner von Feindlichkeit und das beinhaltet auch Rassismus und Ausländerfeindlichkeit.

Mann

Dass ich inzwischen ein Mann bin darf ich glaube ich sagen. Ob ich mit 18 schon ein Mann war? Sicher nicht.
Meinem Sohn bringe ich bei, dass ein echter Mann die Passivität verweigert, Verantwortung übernimmt, mit Courage führt und den höheren Lohn, nämlich Gottes Lohn erwartet.

Papa

Papa bin ich auch geworden. Die Aufgabe Papa zu sein ist die größte Verantwortung, die ich trage. Und die trage ich mit großer Freude und Gottvertrauen. Mit Gottvertrauen deshalb, weil ich der Rolle des Papas nicht ganz gerecht werden kann und ich deshalb in Gott vertraue, dass er den Rest erledigt.

Sünder

Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein... so heißt es im Evangelium. Daher urteile ich über keinen anderen Menschen, denn ich bin Sünder. Wie jeder Mensch außer Christus und Maria. Ich habe erkannt, dass ich ein großer Sünder bin und diese Erkenntnis hat mich mit Freude erfüllt. Denn mit dieser Erkenntnis ist auch die Erkenntnis verbunden, dass mich jemand aus dem Tal der Sündentränen retten kann - unser Heiland Jesus Christus. Ich wünsche jedem Menschen die Erkenntnis, dass er ein Sünder ist und dass Jesus ihn von seinen Sünden befreien kann.

Kind Gottes

Ein Kind Gottes wird man mit der Taufe. Unser liebender Gott sieht uns Menschen nicht als Sklaven oder Diener. Er möchte, dass wir seine Kinder und damit seine Erben werden. Das Erbe unseres Gottes für seine Kinder ist die ewige, liebende Glückseligkeit. Wie blind und verborht muss ein Mensch sein, dieses Erbe abschlagen zu wollen? Jeder Mensch wird im Leben die Entscheidung treffen ein Kind Gottes zu werden oder nicht.

Christ

Ich bin Christ. Du kannst mich verspotten. Du kannst mich verletzen. Aber du wirst meinen Glauben nicht ändern.
Und ein Satz zum Nachdenken: C.S. Lewis hat mal sinngemäßg gesagt: Ein Christ liebt dich mehr und braucht dich weniger. Wenn Christus den Platz in der Mitte meines Herzens einnimmt, dann lehrt er mich zu lieben - jeden Menschen zu lieben, weil er von Gott geschaffen ist. Gleichzeitig weiß ich, dass ich außer Christus nichts und niemanden brauche.
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